Distributed Teams

Today, two blog posts collided with each other in my head:

Under the heading “Collaborating Across Boundaries“, Tessa Lau is contemplating which tools the computing community could offer to alleviate the challenges associated with distributed projects: It’s becoming harder and harder to cooperate – in my experience largely (though not exclusively) within the same company – with team members because people are chosen by expertise, never mind where they live.

On the same day, the social network XING reflects on this year’s nobel prize for economics: “XING und der Nobelpreis” (German :-/) explains that Oliver Williamson received the nobel prize this year for his work on transaction cost theory, the fact that the cost of conducting a transaction is one of the factors causing corporations to exist. I understood it like: Companies exist among others because they save transaction cost as compared to a same-sized community of freelancers. In a company, one doesn’t have to worry much about customers or suppliers, they are just there. As one might expect, there is a nice article at Wikipedia.

Social networks nowadays have a similar role for freelancers: They reduce transaction costs for individuals. That’s the link between XING and this year’s nobel prize.

Combining the two: geographic distribution imposes transaction costs that hit large cooperations about as much as individuals, but corporations are more rigid: while an individual could choose the second-best but geographically close specialist, a company has a certain department, say, in China. And if we are honest to ourselves: almost all of us are second best most of the time – is it really worth the effort? So, for knowledge workers: is geographic distribution a factor creating large companies, or is it rather inhibiting large companies?

Could this be the dawn of a new age of small, regionally oriented IT companies?

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The elephant – again

A kick-off meeting to a project.

Situation: People already know each other, views have already diverged significantly. Over the past month, outside communication was strong (so expectations are huge), but inwards communication was weak (so opinions are scattered).

Complication: How to turn this bunch of minds into a team with “punch”?

Solution: Enter the story of the elephant… Read the rest of this entry »

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Architecture Challenges

Now this may or may not be rocket science, but introducing a systematic architecture approach has turned out rather tricky in the past.

What I’m doing now is working with the Architecture Challenges paper by Charlie Alfred.

In an environment where nobody has the time to “sharpen the saw”, introducing this as a mindset was tricky – and then again, eventually it worked out.

I’d like to thank the colleague in question to keep an open mind and, “despite” 20 years of industry experience, still experiment with a newbie program lead on such questions. Read the rest of this entry »

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Berners-Lee über Phorm

Als ehemaliger Mitarbeiter von Sir Tim Berners-Lee bekomme ich natürlich lange Ohren, wenn er sich in der Öffentlichkeit äußert. Mein Eindruck war nämlich immer: Das tut er nicht gerne. Und wenn er sagt: “Ich würde den Provider wechseln”, dann sollte jeder genau hinsehen, worauf er achten sollte.

Wie der Spiegel Online berichtet geht es dabei um den Schutz der Privatsphäre und um “Targetted Advertising” (in etwa: Gezielte Werbung, also Werbung die aufgrund von Datensammlung über das Online-Verhalten individuell zugeschnitten wird), und dort spezifisch um die Online-Marketing-Plattform Phorm. Der Spiegel bezieht sich dabei auf ein BBC Interview (Kurzfassung).

Zum Glück zeigt die Live-Umfrage auf der entsprechenden Spiegel-Seite, was Deutsche von diesem Verfahren halten: Über 50% finden es grundsätzlich nicht OK, über 40% sind der Meinung, daß nur “Opt-In” (also wenn der Surfer ausdrücklich im Voraus der Datensammlung zustimmt) OK sind.

Zu dem vom Spiegel zitierten  Statement von Jupiter Research (aus: Why Behavioral Targeting is Scary): “Ich bin mir sicher, dass Sir Berners-Lee einer der führenden Köpfe der digitalen Welt ist – aber entweder er hat nie etwas über behavioral targeting gelesen, oder er kennt die Bedeutung des Wortes ‘anonym’ nicht, oder er misstraut ganz einfach seinem Service-Provider.” (Original: “I’m sure Sir Berners-Lee is one of the great minds of the digital world — but either he has never bothered to read up on behavioral targeting, or he doesn’t know the meaning of the word ‘anonymous,’ or he simply doesn’t trust his ISP.”) kann ich nur sagen:

Ich wurde 1997 im W3C angestellt, insbesondere um die Datenschutzinitiative zu verstärken. Auch damals war Opt-Out / Opt-In und Anonymität schon im Zentrum der Diskussion. Auf der anderen Seite hat eine Bekannte von mir 1999 ihre Doktorarbeit über die automatische Identifikation von Personen anhand ihrer Verhaltens-Profile geschrieben.

Wer hat hier seine Hausaufgaben nicht gemacht?

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Assoziations-Schach

Bei einem Kurs kürzlich entstand die folgende Idee des Assoziations-Schach. Zunächst ist es nur eine Idee, die ausprobiert und erforscht werden muß, um ihr Potenzial auszuloten. Basis dafür war die Kreativitäts-Technik des Brainwriting. Relativ zum Brainwriting, wie bei Wikipedia beschrieben, gibt es drei Unterschiede:

  1. Es gibt kein gemeinsames Ziel – jeder Teilnehmer definiert sich sein Ziel, seine Aufgabe, seine Problemstellung selbst (ohne sie/es den anderen zu verraten).
  2. Das Ganze findet nicht in einem Raum statt, sondern verteilt über das Internet.
  3. Das Ganze findet nicht in einer “Sitzung” statt, sondern so ähnlich wie Fernschach in einem unzusammenhängenden (aber idealerweise regelmässigen) Austausch.

Von der Anleihe beim Fernschach stammt auch der Name: Assoziations-Schach.

Assoziations-Schach – Grundlegender Ablauf

Eine kleine Gruppe “Freunde” beschließt, Assoziations-Schach zu spielen.
Jeder legt für sich das Thema der Runde fest.
Alle einigen sich auf eine Reihenfolge der Teilnehmer.
Einer beginnt und erfindet einen initialen Beitrag. Dieser wird über das Internet in der Reihenfolge an den nächsten geschickt.
Wer einen Beitrag erhält, tut zwei Dinge: Einerseits wird der Beitrag auf sein individuelles Thema “angewandt”, andererseits dient er als Basis für die weitere Assoziation: Der nächste Beitrag wird erfunden und weitergeschickt.

Ausgestaltungen – Empfehlungen

  • Gruppengröße: Die Gruppen sollten wahrscheinlich vier Teilnehmer oder mehr umfassen – und höchstens sieben. Ich vermute, daß es sich lohnt, wenn die Teilnehmer sich kennen.
  • Lockerungsübung: Es macht sicher Sinn, wenn jeder Teilnehmer sich mit einer Lockerungsübung “in Stimmung bringt”, bevor man sich seinem “Spielzug” zuwendet.
  • Mehrere Partien “simultan”: Da der Zeitaufwand für die Lockerungsübrung mit Sicherheit den Zeitaufwand für den eigentlichen Spielzug bei weitem überschreitet, macht es Sinn, an mehreren Runden gleichzeitig teilzunehmen – sowohl verschiedene als auch gleiche Themen scheinen Vorteile zu bieten, das müsste man ausprobieren.
  • Format der Beiträge – Anhänge: Um tatsächlich ungezwungen zu assoziieren, sind Email-Anhänge (Word, Powerpoint, …) ausdrücklich sinnvoll: Erst wenn der Empfänger die Zeit, Ruhe und Einstellung hat, um weiterzuspielen, wird das “Siegel” gebrochen und der Anhang geöffnet. Allerdings sollte man zu exotische Dateiformate meiden.
  • Inhalte der Beiträge: Als Inhalt der Beiträge ist erlaubt, was gefällt: Stichworte, Verse, Bilder, Videos, Musik, Mind-Maps – was auch immer die moderne Multimedia-Technik hergibt. Auch “Wiederverwendung” von früheren Beiträgen ist ausdrücklich erlaubt. Copyright könnte dagegen zum Problem werden.
  • “Anwenden” der Beiträge: Das “Anwenden” der Beiträge sollte ausdrücklich als “Suche nach der Beziehung zwischen dem Beitrag und dem Thema” interpretiert werden. Es gibt nicht “keine Beziehung” – es gibt höchstens solche, die nicht unbedingt naheliegen. Diese Suche nach den Beziehungen kann auch in die Lockerungsübung integriert werden.

Offene Fragen

  • Anonymität: Wahrscheinlich ist es ein ernsthaftes Kreativitäts-Hemmnis, daß die Beiträge Teilnehmern zugeordnet werden können. Vorläufig habe ich nur zwei Angebote dazu:
    1. Gute Freundschaft: Wenn die Mit-Teilnehmer sich so gut kennen, daß die Hemmschwelle niedrig ist, sollte das Problem halbwegs gedämpft sein.
    2. Disney-Kreativitätstechnik: Um die Kreativität im Spiel nicht zu stören, kann man beim Erstellen des Beitrages mehr Inhalte erzeugen als benötigt würden, und – möglichst räumlich getrennt – noch einmal kritisch reflektieren, ob dieser Beitrag so in die Welt geschickt werden kann.

Weitere Experimente

Das Ganze könnte man auch “synchron” mit einem Instant Messenger aufziehen. Natürlich muß man dann die Ausgestaltung entsprechend anpassen.

Zukunftsmusik

Eigentlich eignet sich Assoziationsschach ideal für eine kleine Web-Anwendung, die die Themen der Spieler verwaltet, die Zusendungen anonymisiert und den Siegel-Charakter der Anhänge wahrt.

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